NBL Tue Startseite
Startseite
Blumenwiesen
Blumen­wiesen
Mähen mit der Sense
Sensen­kurse
Heu machen
Heuen
manuelle Heupresse
Heu­presse
Wiesenblumen einsäen
Einsaat
Nachricht an uns
Nachricht an uns


Mähen mit der Sense - warum?


Was lernen Sie in unseren Kursen?


Neue Sensenkurs - Termine 2019


Auf vielen kleineren Garten- und Obstbaumstückchen ist die Hand-Sense das ideale Gerät. Sie erlaubt durch angepasste Schnitt-Zeitpunkte den lichtliebenden Wiesenblumen das Wachsen, Blühen und Versamen.
Das Mähen von Wiesen mit der Sense ist keine altmodische Technik, sondern seit Jahrhunderten optimierte Hightech. Zudem hat es auch viele positive Auswirkungen auf unsere Umwelt und Gesundheit:

Selbst in Hausgärten ergibt sich immer eine Möglichkeit, wenig genutzte Bereiche als Wiese statt als Rasen zu pflegen. Solche Blühflächen können zum richtigen Zeitpunkt leicht mit der Sense gemäht werden.

Doch wann ist der "richtige Zeitpunkt"?

Lange galt unter Naturschützern die Regel: "Nicht vor Anfang Juli". Das allerrdings war eine Kopfgeburt. Sie gründete auf der Vorstellung, die Blumen müssten erst Samen bilden, bevor sie gemäht werden dürfen.

Die typischen Wiesenblumen sind jedoch mehrjährig und brauchen keine Versamung. Vielmehr brauchen Sie Licht auf ihren meist tief unten liegeneden Blätter. Sonst "verhungern" sie im Dunkel des hohen Grases. Zudem wird durch späten Schnitt das Gras begünstigt und konkurriert um so mehr mit den Blütenpflanzen.

Gemäht werden sollte daher in dern meisten Fällen einer "Flachland-Mähwiese" viel früher, gerade dann, wenn die Blumen blühen. Das ist Ende Mai bis Mitte Juni, je nach Witterung (oder "zur Blütezeit der Hauptbestandsgräser"). Denn dann haben Sie bald wieder neue Blüten gebildet. Und diese bilden dann tatsächlich auch bis zum zweiten Schnitt Ende August ihre Samen!

Sie sehen also: der "richtige Zeitpunkt" ist kein kalendarisches Datum. Er richtet sich nach der Witterrung und dem Aufwuchs der Wiese.


Sie möchten das Mähen mit der Sense erlernen? Oder Ihre Technik zum mühelosen Mähen vebessern?

In unseren Kursen lernen Sie:

Und nicht zuletzt der Mehrwert unserer Kurse,
Viel Wissenswertes über die Zusammenhänge auf einer Blumenwiese:

Warum überhaupt mähen? Warum mit der Sense? Was ist mit größeren Flächen? Wann stellen sich die Blumen auf der Wiese ein, wie erhalte ich den Blütenreichtum? Welche Auswirkung hat die Artenvielfalt bei uns und auf die Menschen in anderen Ländern?

Der Kursbeitrag beläuft sich auf derzeit 45,- €
Im Kursbeitrag ist ein reichhaltiges Frühstück inbegriffen!

Mit dieser Arbeit wollen wir das Wissen und die Befähigung verbreiten, Gärten, Obstgrundstücke und möglichst auch Städtisches Grün zukünftig naturverträglich zu pflegen.


unsere neuen Kurstermine 2019:

In 2019 haben wir derzeit folgende Termine geplant:


am Samstag, 25. Mai in Tübingen,
am Samstag, 8. Juni in Rosenfeld bei Mellifera e.V.,
am Samstag, 29. Juni in Tübingen.

Interesse am Kurs?

Schreiben Sie uns! Dann schicken wir Ihnen die näheren Einzelheiten zur Anmeldung.Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist und die Anmeldung über ein Doodle läuft, dessen Link wir Ihnen schicken müssen, geht es leider nicht ohne Ihre vorherige Mail-Zuschrift.

Fragen, Antworten,
Kommentare

Schicken Sie uns Ihre Fragen und Kommentare!
25.09.2018:

Nun hat es sich schon gelohnt! Ein Stückchen stehen gelassene Wiese (wird im nächsten Frühjahr gemäht) wirkt Wunder!

Durch den trocken-heißen Sommer musste zwar unser Spätsommer-Sensenkurs leider ausfallen. Um der Wiese aber etwas Luft zu verschaffen, haben wir sie von den Tieren der nahen Wagenburg abweiden lassen. Dabei haben wir, zunächst aus Grunden der Information der vorbeikommenden Kindergartenkinder und Erwachsenen ein Stück Blumenwiese stehen lassen. Und prompt haben sich darin, begünstigt durch das hohe Gras, und natürlich die Witterung, zwei Wespenspinnen angesidelt! Da hatten die Kinder etwas zum Staunen!
Klick mal!

Inzwischen haben sie auch ihre Kokons gebaut und wir hoffen auf Nachwuchs.
Klick mal!

Vielleicht machen wir auch noch einen Schutz gegen hungrige Vögel. Die finden auch sonst genug auf unserer Wiese.

Auch auf unserem "Pachtwiesle" haben wir, dank Sensenmahd, zwei Wespenspinnen schonen und auf die Seite ins hohe Gras setzen können. Mit Mulcher oder Freischneider hätten sie sicher keine Chance gehabt!

09.01.2018:

Wir wünschen Ihnen ein gutes Neues Jahr!

Mähen oder Weiden?

In letzer Zeit haben sich eine Reihe Menschen dafür stark gemacht, dass Grünland wieder mehr beweidet wird. Ihre These: Bei der Mahd werde eine große Menge Insekten getötet oder von der Wiese entfernt, was einen Großteil des derzeit beobachteten Insektensterbens ausmachen (bzw. ausgemacht haben) soll.
Manche gehen sogar so weit, den Einfluss des Einsatzes von Pestiziden als unereheblich zu betrachten.
Nun kommt es sicher auf die Art der Mahd, die Häufigkeit und die nachfolgende Aufbereitung an, wie viele Insekten tatsächlich auf der Strecke bleiben. Und auch Befürworter der Beweidung gestehen ein, dass schon in früheren Zeiten die Wiesen zur Winterfutter-Gewinnung zumindest einmal Jährlich gemäht wurden. Alte Flurnamen und ganze Gegenden, wie Heufeld, Heuberg etc. sind sicher auch älter als die Zeit um 1750, die als Beginn der Mähwiesen-Nutzung angesetzt wird.
Der negative Einfluss von Pestiziden wird neuerdings dadurch erhärtet, dass die Zahl der Insekten in abgelegenen, von Windverfrachtung nicht betroffenen Gebieten signifikant höher ist, als in Naturschutzgebieten, die von Landwirtschaft umgeben sind. Und wenn die Zahl der Insekten seit 1750 so stark abgenommen hätte, wie in den letzten 30 Jahren, hätte man sich, rückwärts extrapoliert, vor der Masse der damals existierenden Schmetterlinge, Wildbienen, Heuschrecken etc. sicher kaum rühren können.
Daher liegt der Schluss nahe, dass der Haupt - Impact doch in der Zeit der starken Intensivierung und Mechanisierung der Wiesennutztung liegt. Sicher ist eine Ausdehnung der Weide - insbesondere auch für die Weidetiere - zu begrüßen. Auf Obstbaumwiesen im kleinparzellierten Bestand ist das jedoch kaum zu realisieren. hier hat das Mähen mit der Sense absolut seinen Sinn. Und wenn es mit händischen Heuen verbunden ist, dürfte der "Schaden" geing sein.

14.10.2017:

Gestern haben wir mit der Nachmahd auf der Patenwiese begonnen.

Warum machen wir dieses Jahr ausnahmsweise einen dritten Schnitt?

Der ungewöhnliche Witterungsverlauf hat bewirkt, dass das Gras im Sommer kaum gewachsen ist. Jetzt aber im feuchten und eher warmen Herbst beginnt es nochmal zu wachsen. Das hatten wir in den Jahren, als wir die Wiese sehr Nährstoffreich übernommen haben, auch. Ohne eine dritte (Herbst-)Mahd wäre das Gras, das im Herbst nachwächst, über Winter und Frühjahr bis zur ersten Sommer-Mahd unter dem neuen Aufwuchs verfault. So haben wir das im ersten Jahr unserer Patenschaft erlebt. Ein Heu, vermischt mit verfaultem Herbstgras können wir aber niemandem anbieten.

Den jetzigen Schnitt, etwa alle drei Tage zwei Reihen, bekommt die Kuh der Wagenburg als Frischfutter. Ein Leckerbissen in der Zeit, in der sie nicht mehr auf die Weide kann!

nachmahd im Herbst

Verantwortlich für den Inhalt und Kontakt:
Dr. Manuel Haus, Breslauer Straße 34, 72072 Tübingen
nbltue[..bei..]hartmannundhaus.de